Aktuelles

Freibad Wiedenbrück siegt beim Wettbewerb „Westfalen bewegt“

Preisverleihung Freibadverein August 2017Beim Wettbewerb „Westfalen bewegt“ erhielt der Förderverein des Freibades Wiedenbrück den Ersten Preis, der mit einem Preisgeld von 8.000 Euro verbunden ist.

„Seit 20 Jahren engagieren sich hier Menschen ehrenamtlich für den Erhalt und die Attraktivitätssteigerung dieser Sport- und Freizeiteinrichtung. Sie beweisen Ausdauer, Nachhaltigkeit und Kreativität“, lobte Dr. Karl-Heinz Sümmermann, Vorsitzender der Stiftung Westfalen-Initiative den Förderverein. Auch den Mut, in Eigeninitiative eine schöne Cafeteria zu bauen, die für die Badegäste eine echte Bereicherung sei, hätte die Jury in ihrer Entscheidung zum Sieg beflügelt. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr zum fünften mal ausgeschrieben. Er richtet sich an Gruppen in Westfalen, die in nachahmenswerter Weise die Gestaltung der Zukunft selbst in die Hand nehmen und nicht allein auf staatliche oder andere Hilfe bauen. Dieses Engagement würdigt die Initiative mit 4.000 Euro. Voraussetzung für den Preis war es jedoch, dass sich heimische Stiftungen oder Förderer mit der gleichen Summe beteiligen. Das waren die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, die Kultur-und Sozialstiftung Lönne sowie das örtliche McDonald`s Restaurant mit Gabriele Conert an der Spitze. Bettina Windau, Vorsitzende der Bürgerstiftung, fand es gut, dass sich mehrere Förderer an dem Preisgeld beteiligen. Das würde den Gemeinschaftssinn, der in diesem Freibad gelebt würde, noch einmal unterstreichen. Das Freibad Wiedenbrück sei für sie ein Ort der Gemeinschaft und Begegnung, den Städte brauchen. Bürgermeister Theo Mettenborg dankte dem Förderverein, dass sie den Blick auf das Bad geworfen hätten und stetig die Attraktivität für Schwimmer, aber auch Familien, Kinder und Jugendliche steigern würden.

Foto v. links: Bürgermeister Theo Mettenborg, Gabi Conert, Bettina Windau, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, Doris Fischer und Peter Henz vom Vorstand des Fördervereins.

Bürgerstiftung unterstützt Unternehmen dabei Gutes zu tun

Heiner Wortmann Juli 2017Die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück sieht sich nicht nur als Unterstützer von sozialen Projekten, sondern auch  als Sparringspartner und Ideengeber für Menschen und Unternehmen, die sich engagieren möchten. „Wir sind ein Netzwerk, weil wir mit zahlreichen gemeinnützigen Institutionen im engen Kontakt stehen und somit sinnvolle Projekte in der Stadt umsetzen können und auch frühzeitig davon erfahren“, erklärt Heiner Wortmann, vom Stiftungsvorstand.

Projekte wie die Weihnachtsgeschenkeaktion für bedürftige Kinder und Jugendliche in Rheda-Wiedenbrück ist eine Idee, wo sich gerade Unternehmen zum Jahresende für eine Vielzahl von Menschen engagieren können. „Das Gute ist, dass bei uns alles eins zu eins bei den Bedürftigen ankommt, ohne große Bürokratie“, so Wortmann. Ein weiteres gutes Beispiel, wie man sich engagieren kann, ist der Bildungsfonds, bei dem rund 7.000 ortsansässige Kinder im Rahmen der Bildung in unterschiedlichste Richtungen ganz individuell gefördert werden. „Bildung ist eine Chance für jeden, egal welcher Herkunft, ein eigenständiges und sozial unabhängiges Leben führen zu können“, erklärt Wortmann. Die Konstruktion und Zielsetzung des Projektes Bildungsfonds bietet vielen Unternehmen die Möglichkeit, die Bildung junger Menschen, die aus sozial schwachen Familien kommen, vor Ort zu fördern. Damit könnten Firmen nicht nur helfen, sondern auch frühzeitig an den guten Nachwuchs auf dem Arbeitsmarkt denken, denn der demografische Wandel hätte uns bereits erreicht. Umso schwieriger würde es in der Zukunft, gute und motivierte junge Menschen für eine Ausbildung zu finden.

Unternehmen aber auch Privatpersonen können über die Bürgerstiftung als Vermittler erfahren, wo und wie sie helfen können. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit von Zeitspenden, einmaligen Geldspenden oder Spenden anlässlich einer Geburtstags- oder Jubiläumsfeier, die je nach Wunsch des Spenders gezielt für ein Projektverwendet werden können. Es gibt das Modell einer Patenschaft mit einer jährlichen Zahlung zwischen 500 und 2.000 Euro oder auch seinen Nachlass ganz oder teilweise der Bürgerstiftung zu vererben, damit die Bildung vieler Kinder und das soziale Gefüge in unserer Stadt langfristig gesichert ist.

„Möglichkeiten gibt es viele. Wir helfen dabei, das richtige Projekt herauszusuchen“, betont Wortmann, der für die Finanzen in der Stiftung verantwortlich zeichnet.

 

Foto: Heiner Wortmann berät Unternehmen und Privatpersonen die Gutes tun möchten, bei der Auswahl der Projekte und Unterstützungsmodelle

Internationale Klasse lässt „Eine Stimme“ im Alarm Theater erklingen

ORS_InternationaleKlasse_Alarmtheater_0717Den Klassenraum gegen die Theaterbühne tauschten jetzt die Jugendlichen der Internationalen Klasse 1 der Osterrath-Realschule. Eine Woche lang übten die Mädchen und Jungen mit ihrer Lehrerin Simone Schüngel im Bielefelder AlarmTheater das Stück „Eine Stimme“ mit viel Tanz und Bewegung ein.

„Beim Tanzen lernen die Jugendlichen auf natürliche Weise mutig zu sein, Grenzen zu setzen oder auch zu überschreiten,“ beschreibt Theaterpädagogin Britta Bornhöft-Graute, warum das Tanzprojekt wertvoll ist. Zusammen mit den 14 Jugendlichen und ihrem Kollegen Diego Cancino hat sie die Klasse auf dem Weg von den ersten Ideen bis zur Aufführung begleitet. Gemeinsam ging es darum, Musikstücke auszusuchen, Tanzbewegungen zu üben und sich in die gemeinsame Choreographie einzugliedern. Dabei lernten die Jugendlichen, dass aus vielen Stimmen nur „Eine Stimme“ wird, wenn das ganze Team zusammen arbeitet. Der starke Beifall bei der Aufführung des Stückes und die gelöste Stimmung auf der „Premierenfeier“ machten deutlich, dass die elf- bis 16-jährigen ihre Sache toll gemacht hatten. Zuschauer und Schauspieler waren mit dem Ergebnis der anstrengenden Woche sehr zufrieden.

„Gerade für eine Klasse mit Kindern aus so unterschiedlichen Herkunftsländern, Altersstufen und Sprachkenntnissen ist das gemeinsame Tanzen eine tolle Möglichkeit, zusammenzuwachsen,“ freut sich Simone Schüngel. Dass die Jugendlichen sich dabei gegenseitig motivieren und lenken, tut aus Sicht der Lehrerin der ganzen Gruppe gut und wäre im normalen Klassenalltag schwieriger. „Hier hat sich Respekt und gegenseitiges Vertrauen entwickelt.  Hier konnten auch die weniger Mutigen mal in die erste Reihe treten und andere lernten, nicht immer im Vordergrund zu stehen.“

Möglich wurde das theaterpädagogische Projekt, weil das Multiprofessionelle Team des städtischen Fachbereichs Soziales und Integration die Schule bei der Organisation vom Förderantrag bis zur Aufführung unterstütze. Das Multiprofessionelle Team fand mit der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück auch den passenden Sponsor. Die Bürgerstiftung beurteilte das Tanzprojekt als sehr förderlich für die Integration und übernahm sämtliche Kosten des Theaters. Die Fahrtkosten trug die ORS. So konnten die Schüler täglich an ihrem Stück arbeiten.

Bild: Gemeinsam „eine Stimme auf die Bühne gebracht: Die Internationale Klasse 1 der Osterrath-Realschule im Alarm Theater mit (hinten von links) Theaterpädagogin Britta Bornhöft-Graute, Klassenlehrerin Simone Schüngel und Tänzer Diego Cancino.

Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück unterstützt Finanzierung von Minimusical

Wenneberschule Musical Kunterbunt Juli 2017Das Minimusical „Kunterbunt“ haben 20 Mädchen und Jungen aus der Wenneberschule im Rahmen ihre Musik AG nun auf die Bühne gebracht. Kein passenderes Stück als die Geschichte des Königreiches Kunterbunt hätte Musiklehrerin Diana Bublak finden können, denn dort geht es ebenso bunt und vielseitig zu wie in der kleinen Grundschule in der Berliner Straße. Die Aufführung vor den anderen Schülern, Lehrern, Eltern und Großeltern in der Turnhalle war nur möglich, weil die Bürgerstiftung das Minimusical finanziell unterstützt hat.

Dr. Elisabeth Leineweber und Ferdinand Beine sind neue Paten der Bürgerstiftung

Leineweber_Beine Juli 2017„Wir möchten uns gern dort einsetzen, wo wir wohnen“ so das Ehepaar. Besonders wichtig sind ihnen der Bildungsfonds, Aktivitäten zur Berufsorientierung und Stipendienprogramme. Ab sofort helfen sie mit, dass die Projekte der Bürgerstiftung langfristig umgesetzt werden können.

Dank an die Feuerwehren

Zeltlager Jugendfeuerwehr 2017Die Jugendfeuerwehren im Kreis Gütersloh trafen sich vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 in Rheda-Wiedenbrück zum gemeinsamen Zeltlager. Mit vielen Partnern förderte dies auch die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück – und sagt danke! für das beeindruckende Engagement der jungen Menschen und ihrer Betreuer.

 

Syrische Familie darf in Rheda-Wiedenbrück bleiben

BAMFSeit einigen Wochen hat sich die Bürgerstiftung für eine syrische Familie engagiert, der die Abschiebung nach Bulgarien drohte. Dort hätte der Familie voraussichtlich Obdachlosigkeit gedroht, der Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Bildungseinrichtungen wäre so gut wie nicht vorhanden gewesen.

Jetzt hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mitgeteilt, dass die syrische Familie mit ihren 5 Kindern nicht abgeschoben werden kann. Die Familie hat nun zum Glück positive Gewissheit und kann ihr Leben in Frieden neu gestalten. Die drei älteren Kinder gehen wieder zur Schule. Alle fünf Geschwister haben nun eine echte Chance auf einen gelingenden Bildungs- und Lebensweg und dürfen sich auf eine bessere Zukunft freuen.

In den vergangenen Wochen haben viele Menschen und Organisationen in unserer Stadt die Familie unterstützt. Wir danken allen, die mit Rat und Tat mitgeholfen haben, dass die humanitären Bemühungen um die Familie erfolgreich waren!

Bildquelle: Tagesschau

Bürgerstiftung unterstützt den Kindersingkreis St. Vit

Singkreis St Vit Mai 2017Die Bürgerstiftung fördert seit Neuestem den Kinder-Singkreis in St. Vit.

Unter der Leitung von Franziska Knigge singen hier Lotta, Marie, Lucy, Anja, Emma und Ida. Vor den Sommerferien gibt’s ein Schnuppertreffen für Kinder ab 5 Jahren. Auftritte hat der Singkreis auf dem Feuerwehrfest, Weihnachten oder bei besonderen Anlässen.

Sheva Akhgar 2016 Alina Nissen 2016Die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Dabei soll, obgleich man gezielt in die Zukunft schaut, auch mal ein Blick zurück geworfen werden. Zum Beispiel auf die Menschen, die in den ersten Jahren durch die Bürgerstiftung unterstützt worden sind. Eine dieser Personen ist Sheva Akhgar. Die heute 32-jährige gebürtige Afghanin leitete schon vor mehr als zehn Jahren die Tanzgruppe „Young Culture“. Junge Migranten, die es vor zehn Jahren schwer hatten, hier als Jugendliche mit Sprachproblemen Fuß zu fassen, schlossen sich zusammen, um in ihrer Freizeit zu tanzen. Bernd Jostkleigrewe war seinerzeit noch Bürgermeister und besorgte der Gruppe in der Alten Emstorschule einen Raum zum Trainieren. Die Bürgerstiftung war ebenfalls von der jungen Gruppe, die schnell mit ihrem Talent für Hip-Hop über die Stadtgrenzen hinaus auf sich aufmerksam machte, begeistert. So finanzierte die Bürgerstiftung einen Satz Kostüme für die Teilnahme an der Deutschen Hip-Hop-Meisterschaft, die sie auch zweimal gewonnen haben. „Ich weiß noch genau, wie stolz wir damals auf diese professionellen Kostüme waren und wie viel Selbstbewusstsein uns die Unterstützung und Anerkennung gegeben hat“, erzählt Sheva, die heute als Angestellte der Sparkasse in Werther mitten im Leben steht. Sie wohnt dort und Young Culture ist nach Bielefeld verlegt worden, damit die Wege nicht zu lang sind. 20 Mädchen sind jetzt im Alter zwischen 15 und 25 Jahren dabei. Zum zehnjährigen Jubiläumsfest der Bürgerstiftung versprach Sheva mit ihrer Gruppe aufzutreten. Sie hat immer großen Wert darauf gelegt, den Kontakt zur Bürgerstiftung aufrecht zu erhalten. „Für uns war es eine so wichtige Erfahrung, dass es Menschen gibt, die an uns glauben“, ist sie auch heute noch sehr dankbar.
Ebenfalls eine der ersten Förderempfängerin ist Alina Nissen, die über das bundesweite START-Programm mit der Bürgerstiftung als Kooperationspartner gefördert worden ist. Alinas Wurzeln stammen aus Russland. Sie kam im Alter von sechs Monaten nach Deutschland. Alina erfüllte alle Kriterien und wurde bei START aufgenommen. Sie machte ihr Abitur am Einstein Gymnasium, studiert Jura und steht mit 22 Jahren bereits kurz vor ihrem ersten Staatsexamen. „Das freut uns natürlich ganz besonders, wenn wir sehen was aus den jungen Menschen geworden ist und dass wir ein kleines Stück dazu beigetragen haben“, meint Bernd Jostkleigrewe vom Vorstand. Alina sagt auch ganz klar, dass durch START ihr Selbstbewusstsein gestärkt worden sei und sie viel besser auf fremde Menschen zugehen könne. „Ich weiß nicht, ob ich ohne START den Mut gehabt hätte Jura zu studieren“, gibt sie ehrlich zu. START hat sich im Lauf der Jahre verändert. Die früheren Kriterien (Migrationshintergrund, gute Noten, soziales Engagement) sind durch das Kriterium ergänzt worden, dass ab dem kommenden Schuljahr nur gefördert werden kann, wer höchstens 5 Jahre in Deutschland lebt. Alina ist mit der Bürgerstiftung noch eng verbunden, nimmt an den Stiftungstreffen teil und hilft wo Hilfe benötigt wird. Ferner erzählt sie START-Bewerbern von ihren Erfahrungen und macht ihnen Mut daran teilzunehmen.

START-Stipendien für motivierte, neu zugewanderte Jugendliche

Foto 2016_webversionSTART vergibt Schülerstipendien an motivierte Jugendliche, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben (bis zu 5 J.) und Interesse an schulischer und persönlicher Weiterentwicklung haben. Vom 15. März bis 20. Mai 2016 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 auf www.start-stiftung.de bewerben. Die Bewerber müssen noch mind. zwei weitere Jahre eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen. Für das Schuljahr 2016/17 stellt die START-Stiftung gGmbH gemeinsam mit über 120 Partnern rund 200 neue Stipendienplätze in 14 Bundesländern (außer in Bayern und Baden-Württemberg) zur Verfügung. Ausführliche Informationen zur Ausschreibung und zum Stipendienprogramm finden Sie auf www.start-stiftung.de